Texte

Brutalin, Album 2015

Zahltag

Ich brenn’ ein letztes Mal
aus Angst, dass ich allein erfrier’
Der Geist regiert den Körper,
wenn der Körper nicht den Geist regiert

Auf einmal spür’ ich Panik,
In mir steigt die Gier
Ich begehe Fahnenflucht,
verfall’ dem Feind in mir

Ich könnte wütend sein,
schreien, denn ihr betrügt mich halt
Euch vergehen seh’n, das Leben nehmen
in eurer Blütezeit

Irgendwann schlag ich zurück
Der Zahltag wird kommen
Irgendwann schlag ich zurück
Der Zahltag wird kommen

Doch dann zeigt es sich,
nämlich, dass sich der Feigling irrt,
indem er das Wort nennt, fortrennt
und dann ein Bein verliert

Die Schlacht des Lebens
schlägt man eben in Nacht und Nebel
doch in solchen Zeiten
ist das Mikro in der Hand mein Säbel

Ich könnte wütend sein,
schreien, denn ihr betrügt mich halt
Euch vergehen seh’n,
das Leben nehmen in eurer Blütezeit
doch ich bin nachsichtig
was ist los?

Frag mich nicht.

 

Zu allem bereit


Auge um Auge, Zahn um Zahn
Dem Morgen vor der Schlacht folgt der jüngste Tag
Sie kamen um zu siegen, auf unserem Grund
Wer das Schwert in die Hand nimmt, kommt dadurch um


Keine Gnade
Mann gegen Mann
Für uns alle!


Du und ich – bis ans Ende der Zeit
Brüder unter Waffen – zu allem bereit
Wir stehen in Flammen – brennen für den Fight
Du und ich – zu allem bereit


Zwischen Sieg und Selbstzerstörung
Bleibt kein Platz für Schuldgefühle
Überwältigt vom Moment – spürst jeden Knochen im Leib
Jeder Muskel brennt – genau so muss es sein


Spür’ den Zorn
Tief in dir
Jetzt geht’s los


Du und ich – bis ans Ende der Zeit
Brüder unter Waffen – zu allem bereit
Wir stehen in Flammen – brennen für den Fight
Du und ich – zu allem bereit

 

Ich bereue nichts

Inmitten der Kaskaden
Der nasse Dunst auf meiner Haut,
Ich rieche die Ewigkeit.
Das Einzige, was mir noch bleibt.
Der Horizont zerfällt,
Reißt eine tiefe Schlucht
in mein Gesicht.
Wenn dieser Moment nur zählt,
geht´s um Alles oder Nichts.


Als Verfechter meines Herzschlags
– Aus Reflex, Tribut
An das, was von mir übrig ist,
meinen Überlebenstrieb –
bin ich das Leben,
bin ich der Zorn.
Und wenn heute alles endet,
Ich würd‘s nochmal genauso tun.


Ich kam und ging, sah alles brennen.
Schau mir ins Gesicht!
Alles Staub und Schatten.
Ich bereue nichts!

 

Sturm im Wasserglas

Ihr seid niemand
Nur eine Masse ohne Gesicht
Ihr steht für gar nichts
Eine Maske ohne Inhalt


Ihr fordert blanke Anarchie
zur Verschiebung eurer Schuld
Blut klebt an euren Händen
Jetzt habt ihr was ihr wollt


Der Sturm im Wasserglas
Die Ernte eurer Saat


Springt auf uns’re Welle
Reißt die Barrikaden ein
Das ist die neue deutsche Schelle


Du weißt, dass dir das Wasser
bis zum Halse steht
Die Substanz aus Hass und Arroganz
als Schmieröl im System
Du bist ein Teil davon auch
auch wenn du dich dagegen stellst
Jeder deiner Feinde
ein Spiegel deiner selbst

 

Kopflast

Ein Trümmerfeld
ist das Skelett
unserer gemeinsamen Tage
wie ein Grabstein, dessen Inschrift
uns zur Sehnsucht mahnt
wir haben uns von uns entfernt
doch diese Nähe ist´s,
die uns zerfrisst


Kopflast


ein Atemzug von dir zu mir
wie kalter Stahl in meiner Brust
Kopflast – zu früh um aufzugeben
Kopflast – zu spät um sich abzuwenden


mit jeder Flasche, jedem Glas
sehe ich die Dinge klarer
jeder Schlag,
der die Erinnerung verblasst
alles, was von uns bleibt,
ist eine Narbe, die nicht heilt
und der Kater
am Tag danach

 

Atemzug

Die Hoffnung stirbt zuletzt
auch nicht mehr als leeres Geschwätz
Wer den Mensch an seinen Worten misst,
steht allein, wenn das Blut fließt.
Für das Leben,
sich selbst und seinen Nächsten
Keine Zeit für Geschwätz
Und große Gesten


Für das Leben,
sich selbst und seinen Nächsten
Die Welt ist nicht genug
Keine Zeit für Geschwätz
und große Gesten
Leb´ in jedem Atemzug


Nur ein handbreit Stolz spreizt
noch die Wunde
Viel zu Stur,
dich selbst zu heilen,
zum Neubeginn.
Das Zittern, der Schmerz,
der Moment der Erschöpfung
das ist der Preis
für die Krone der Schöpfung


Für das Leben,
sich selbst und seinen Nächsten
Die Welt ist nicht genug
Keine Zeit für Geschwätz
und große Gesten
Leb´ in jedem Atemzug


Die Welt ist nicht genug
Für das Leben,
sich selbst und seinen Nächsten
Leb´ in jedem Atemzug

 

Wohlfühlzone

Es ist nicht weit von dir zu mir
Doch du bist zu weit entfernt
Ich kann dich nicht erreichen
Der Kodex lässt sich nicht erweichen

Hola! Ich bin Klippo!
Hola! Du kriegst mich nicht!
Hola! Ich bin Klippo!
Ich bin viel zu schnell für Dich!


Hola! Du kriegst mich nicht……Du kriegst mich nicht
Hola! Du kriegst mich nicht…..Klippo!
Hola! Du kriegst mich nicht…..Du kriegst mich nicht
Hola! Du kriegst mich nicht


Von mir zu dir ist es nicht weit
Doch zu weit entfernt bin ich
Niemals kannst du mich erreichen
Erweichen….lässt sich der Kodex nicht


Un…fair…………..Un…fair

 

Verbrannte Flügel

Aus einer Welt,
die keine Gnade kennt
Kam der jüngste Tag jede Nacht
Hab getan was getan werden muss
Damit du ruhig schlafen kannst
Du siehst mich an
Klagst mich an
Verstehst du nicht?
Alles was ich tat
Was ich aufgab
Gab ich für dich


Hab ich nicht genug gebrannt
Als ich für dich durchs Feuer ging
Ich falle mit verbrannten Flügeln
Während du deine Lieder singst


Verbrannte Flügel
Je höher der Flug
Verbrannte Flügel
Desto tiefer der Fall


Mach mir keinen Vorwurf daraus
Wenn du dich von mir entfernst
Dass deine Welt in Flammen steht
Merkst du erst wenn du brennst
Ich hab geglaubt
Hab dir vertraut
Gab mein Blut für dich
Alles was ich tat
Was ich aufgab
Gab ich für dich

 

Königreich

Wachsamkeit wird propagiert
doch er ist längst unter uns
das Schwert des Damokles
schwebt über unserem Haupt


er ist in unseren Wohnzimmern
wir haben ihn ignoriert,
in eine Zeit verbannt,
die längst vergessen schien

dies ist ein Lied gegen das Wegsehen
dies ist ein Lied gegen das Schweigen
dies ist ein Lied gegen das Zögern,
gegen das Wegsehen,
gegen das Schweigen
gegen den inneren Frieden

wachen Auges schaust du zu
doch innerlich längst abgewandt
er ist noch zu weit entfernt
von deiner kleinen, heilen Welt

er ist bereit,
während du den Kampf verschläfst
und er mit deinem Kopf
die Wände deiner Welt einreißt

die einen verraten,
die anderen verkauft
für ein Königreich
aus Schall und Rauch

 

Neue deutsche Schelle EP, 2013

01. Was bleibt


Die Welt schaut zu
Wie du aus deinem Dämmerschlaf erwachst
In deinem Kopf nur eine Frage
Was habe ich falsch gemacht?
Die Antwort wirst du bald erfahren
Da kannst du dir sicher sein
Die guten und die schlechten Taten
Unterm Strich vereint … unterm Strich vereint!


Nichts wird noch an dich erinnern
Denn die Zeit wird dich verzehren
Wenn die leichtgläubigen Massen
Einen anderen verehren


Du bist bald vergessen
Da kannst du dir sicher sein
Morgen werden sie
Einen anderen Namen schreien … einen anderen Namen schreien!


Nichts wird noch an dich erinnern
Denn die Zeit wird dich verzehren
Wenn die leichtgläubigen Massen
Einen anderen verehren


Was bleibt von dir?
Was bleibt von dir?


Sie feiern das, was sie vernichtet
Sie jagen fort, was sie vereint
Heute stehst du noch auf ihrer Liste
Morgen werden sie einen anderen Namen schreien


Nichts wird noch an dich erinnern
Denn die Zeit wird dich verzehren
Wenn die leichtgläubigen Massen
Einen anderen verehren


Nichts wird noch an dich erinnern
Denn die Zeit wird dich verzehren


Was bleibt von dir? Was bleibt von dir?

02. Schau nicht zurück


Wir stehen in Verhandlung mit der Ewigkeit
Ein Pakt mit dem Teufel auf begrenzte Zeit
Erlösung und Tod gehen Hand in Hand
Verstand gerinnt wie Blut im Sand


Wenn’s keinen Weg raus zu geben scheint
Geh’n wir einfach noch viel tiefer rein
Immer weiter, Schritt für Schritt
Dreh dich nicht um, schau nicht zurück!


Was Hoffnung gab, ist nur noch Sand
Zerbrach, zerfiel zu Niemandsland
Eine schlechte Zeit für alle Zweifler
Ein Neubeginn für die, die Eifern


Wenn’s keinen Weg raus zu geben scheint
Geh’n wir einfach noch viel tiefer rein
Immer weiter, Schritt für Schritt
Dreh dich nicht um, schau nicht zurück!


Leb schnell, stirb jung, leb’ deinen Traum
Außer dir sind längst alle abgehau’n
Sei ein Held, sei wie besessen
Ganz allein und bald vergessen!


Wenn’s keinen Weg raus zu geben scheint
Geh’n wir einfach noch viel tiefer rein
Immer weiter, Schritt für Schritt
Dreh dich nicht um, schau nicht zurück!


Wenn’s keinen Weg raus zu geben scheint
Geh’n wir einfach noch viel tiefer rein
Immer weiter, Schritt für Schritt
Dreh dich nicht um, schau nicht zurück!

03. Schmerzensangelegenheit


Runde eins Ein messerscharfer Schmerz
Wirft dich zu Boden, zerreißt dir dein Herz
Wir haben Dreck gefressen Blut geschwitzt
Unsere Gegner in der Luft zerfetzt


Doch es geht weiter, weiter immer weiter
Steh wieder auf!


Es tut nur weh, wenn du es überlebst
Denk nicht drüber nach, klopft den Dreck ab
Es tut nur dann weh, es tut nur dann weh
Wenn du es überlebst.


Runde zwei Mit Stolz und Zorn Und geballter Faust
Rücken an Rücken Umgeben von Abschaum
Doch wir kämpfen uns frei


Und es geht weiter, weiter immer weiter
Bis gar nichts mehr geht!
Weiter, immer weiter
Bis nur noch einer steht!


Es tut nur weh, wenn du es überlebst
Denk nicht drüber nach, klopft den Dreck ab
Es tut nur dann weh, es tut nur dann weh
Wenn du es überlebst.


Es tut nur weh, wenn du es überlebst
Denk nicht drüber nach, klopft den Dreck ab
Es tut nur dann weh, es tut nur dann weh
Wenn du es überlebst.

04. Ich nehm alles in Kauf


Lass die Hoffnung fahren
Diesmal wird alles anders sein
Denn auf diese düst’ren Tage
Folgt nie wieder Sonnenschein
Ganz tief in mir regt sich was
Auf dem Schlachtfeld meiner Seele
Ganz tief in mir regt sich was
Abgrundtiefer Hass


Fick Dich Verzweiflung
Ich nehm alles in Kauf
Schlägst du mich zu Boden
Steh ich wieder auf


Der Ausgang ist stets ungewiss
Niederlage oder Sieg Weiß nicht mal was mir lieber ist
In meinem Kopf da tobt ein Krieg


Ganz tief in mir regt sich was
Auf dem Schlachtfeld meiner Seele
Ganz tief in mir regt sich was
Abgrundtiefer Hass


Fick Dich Verzweiflung
Ich nehm alles in Kauf
Schlägst du mich zu Boden
Steh ich wieder auf
Fick Dich Verzweiflung
Ich nehm alles in Kauf
Schlägst du mich zu Boden
Steh ich wieder auf


Ganz tief in mir… Ganz tief in mir… Hass


Fick Dich Verzweiflung
Ich nehm alles in Kauf
Schlägst du mich zu Boden
Steh ich wieder auf


Fick Dich Verzweiflung
Ich nehm alles in Kauf
Schlägst du mich zu Boden
Steh ich wieder auf
Steh ich wieder auf …